Yoga-Retreat zu Hause – mein Erfahrungsbericht

Eine Woche Ferien zu Hause – der perfekte Moment dem Körper eine Auszeit zu gönnen! Yoga every damn day… 🙂 und das nicht nur einmal pro Tag!

Für meine Ferien anfangs Mai hatte ich mir schon lange vorgenommen eine Art Yoga-Retreat bei mir zu Hause abzuhalten – ganz für mich alleine. Anstatt planlos zu Hause herum zu sitzen, hatte ich den Entschluss gefasst, meinem Körper etwas Gutes zu tun. Da ich Yoga-Retreats allgemein ein bisschen überrissen teuer finde und man ja genau für diesen Zeitpunkt das passende Retreat noch finden muss, fand ich das eine super Entscheidung!

Wieso mache ich das?

Primär möchte ich meine Verspannungen, die mich oft plagen loswerden oder zumindest sehr minimieren. Mit Fokus auf die Faszien möchte ich meinen Körper geschmeidiger und auch beweglicher machen. Mit dieser Auszeit möchte ich meinem Körper Platz für seine Regeneration geben. Ich möchte auch herausfinden, ob das wirklich etwas bringt, wenn man sich tagtäglich intensiv dehnt und zu guter Letzt hatte ich einfach Lust dazu! Mehr Atmen, mehr Meditation, mehr Sein, mehr Zeit für mich…

Tagesablauf und Yoga-Einheiten

In diesen 5 Tagen habe ich ganz auf Crossfit verzichtet und habe 2-3x pro Tag Yoga in verschiedenen Varianten geübt. Und auch sonst habe ich alles stehen und liegen gelassen! Oooh es war sooo schön! 😀 Mein Tagesablauf sah meist so aus: 07:30 – 08:30 Meditation und Pranayama (Atmen) 08:30 – 10:00 Yoga – mal alles bewegen ab 10:00 Brunch 13:30 – 15:00 Yoga – Konzentration auf Problemzonen ab 15:00 Zwischenmahlzeit 17:00 – 18:30 Yin Yoga oder Faszienrolle/-bälle ab 19:00 Abendessen

Auf der nächsten Seite geht es weiter mit meinem Erfahrungsbericht.

Mein Erfahrungsbericht

Meditation und Pranayama Die beiden hatte ich schon zu lange links liegen lassen. Daher wollte ich wirklich eine Stunde (je 30 Min) dafür aufwenden. Gleich nach dem Aufstehen hatte ich mich auf die Matte gelegt und mich auf meine Atmung konzentriert. Am ersten Tag wollte ich, übermotiviert wie ich war, Vollatmung, Ujjayi und Wechselatmung praktizieren. Ich merkte aber schnell, dass ich mit der Ujjayi- und Wechselatmung früh morgens eher Mühe hatte. Daher widmete ich dann 20-25 Minuten der Vollatmung, wo ich zu Beginn jeweils Bauch – Lungen – Lungenspitzen einzeln beatmete. Allein schon diese Vollatmung im Liegen hatte sooo gut getan! Genau das hatte ich dann jeden Morgen wiederholt. An das Meditieren musste ich mich wieder ein wenig heran tasten. Hier hatte ich mir am ersten Tag ein Mantra heraus gesucht, das ich dann 108x rezitierte (mal laut, mal leise). Die restliche Zeit (meist 15 Min.) bin ich dann einfach noch sitzen geblieben. Zweimal hatte ich eine Gehmeditation von 15 Minuten gemacht, wo ich einfach im Wohnzimmer im Zeitlupentempo hin und her spaziert bin. 🙂 Aber auch das Meditieren ging mit jedem Tag besser und ich empfand es überhaupt nicht als lange.

Sich beim meditieren warm halten ist von Vorteil!

Yoga – mal alles bewegen Für die erste Lektion des Tages wollte ich mir nichts anspruchsvolles zumuten. 🙂 ich hatte mich hauptsächlich durch verschiedene Sonnengrüsse und deren Varianten bewegt. Mein Körperbewusstsein hatte meine Aufmerksamkeit dann auf steife, unbewegliche Bereiche gelenkt, die ich mit passenden Asanas aufgeweckt hatte. Mit einem schönen Savasana dauerte diese Session meist 1,5 Stunden.

Yoga – Konzentration auf Problemzonen Nach dem Brunch und einer kurzen Pause hatte ich meist ein Online Yoga-Video aufgerufen. Mein Augenmerk fiel schon am ersten Tag auf das Thema Schultern, was ich dann die weiteren Male so weiter zog.

Iyengar Yoga Am Dienstagmittag habe ich eine Iyengar-Lektion besucht. Ich wollte das schon immer mal erleben (da sie wenn immer möglich Hilfsmittel verwenden und auch oft mit der Wand arbeiten), daher habe ich meine Ferien zum Anlass genommen und bin extra nach Schaffhausen gereist (Iyengar ist nicht so sehr verbreitet in der Ostschweiz).

Yin Yoga oder Faszienrolle/-bälle Diese Session war die allerbeste des Tages! 🙂 Yin Yoga (passive Haltung der Asanas für ca. 3-5 Minuten) ist für mich so entspannend und revitalisierend. Auch sonst fällt meine Wahl oft auf Yin Yoga wenn ich zu Hause praktiziere. 1,5 Stunden vergehen dann wie im Flug und Yin Yoga war der perfekte Abschluss des Tages. Zwei Abende hatte ich statt Yin Yoga meinen Körper mit der Faszienrolle und Bällen ausgerollt. Möchte man den ganzen Körper abdecken, dauert das auch oft 1-1,5 Stunden. Ich war froh, hatte ich sonst nichts vor und konnte mich voll auf meine Verspannungen/Verklebungen konzentrieren.

Mein Fazit

Ich denke, in meinem tiefsten Inneren, hatte ich mir von dieser Woche mehr erhofft (v.a. mehr Beweglichkeit). 🙂 Aber wenn ich so darüber nachdenke, hatte es für mich völlig gestimmt. Angepasst an meine aktuelle Körperverfassung habe ich das bestmögliche gemacht, auf meinen Körper gehört und auch nichts erzwungen. Seit meinem Home-Retreat sind jetzt auch wieder zwei Wochen vergangen und ich habe das Gefühl ich sei doch ein wenig beweglicher, resp. reagieren meine Muskeln und Faszien schneller auf eine Dehnung und entspannen sich. So gesehen, war es ein gelungenes Retreat! 🙂

Hast du auch schon Erfahrungen mit Yoga-Retreats (egal ob zu Hause oder nicht) gemacht?

Fotocredit Titelbild: Pixabay – rysiu54

#Achtsamkeit #Auszeit #Selfcare

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